Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
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Der SWR zeigt 2025 den dreiteiligen Dokumentarfilm „Forever Jan: 25 Jahre Jan Delay" über den Hamburger Musiker Jan-Philipp Eißfeldt, bekannt als Jan Delay. Die Doku zeichnet seinen Werdegang vom Hip-Hop-Pionier der Gruppe „Absolute Beginner" bis zum erfolgreichen Solokünstler nach und stützt sich dabei auf persönliches Archivmaterial sowie Interviews mit Wegbegleitern. Zu Wort kommen unter anderem Manager Matthias Arfmann, Moderator Klaas Heufer-Umlauf, Regisseur Fatih Akin und Musiker Udo Lindenberg. Neben der musikalischen Entwicklung über Genres wie Hip-Hop, Funk, Reggae und Rock beleuchtet die Serie auch Jan Delays politische Haltung, die sein Umfeld als ausgeprägte antifaschistische Grundüberzeugung beschreibt. Produziert wurde die Serie von Vibrophil Media im Auftrag des SWR, Autoren sind Florian Kaiser und Eric Friedler.
SWR-Delegationsleiterin Tina Sikorski gibt beim ESC 2025 in Wien ein Interview über die neue deutsche ESC-Strategie unter SWR-Führung. Sie betont, dass Kandidatin Sarah Engels künstlerisch eigenverantwortlich agiert und den Ton bei allen kreativen Entscheidungen angibt. Sikorski will das Klischee schlechter deutscher ESC-Ergebnisse widerlegen und die Verbindung zwischen ESC und Musikbranche stärken. Zur Sicherheitslage in Wien erklärt sie, die Delegation beobachte angekündigte Pro-Palästina-Proteste aufmerksam, habe bislang aber keine Zwischenfälle erlebt.
Choreograf Enrique Gasa Valga über seine neue Tanztrilogie, kreative Intuition und warum "Dorian Gray" perfekt in unsere Zeit passt.
Unter anderem Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang: Die Neustarts im Cineplex Freyung in der dritten Maiwoche 2026... The post Woid-Kino im Mai (3): Soja statt Bier, Yoga statt Blasmusik first appeared on Onlinemagazin da Hogn.
Das Musical „Rudolf – Der letzte Kuss" hat am 7. Mai 2026 im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen seine Deutschlandpremiere gefeiert und damit die Habsburger-Trilogie nach „Elisabeth" und „Ludwig²" abgeschlossen.
Keith Richards hat bestätigt, dass die Rolling Stones 2026 keine Tournee zum neuen Album „Foreign Tongues" planen. Eine Tour sei frühestens 2027 denkbar. Berichte, wonach Richards Vorbehalte gegenüber den körperlichen Belastungen einer Welttournee habe, werden damit indirekt bestätigt.
Thomas von Kempens „Die Nachfolge Christi" aus dem 15. Jahrhundert gilt als das nach der Bibel meistgelesene Buch der Christenheit. Der niederrheinische Mönch vermittelt mit wenigen Worten eine vielschichtige religiöse Gefühlslage und weckt die Sehnsucht nach den Geheimnissen des Glaubens. Der Text spricht Leserinnen und Leser unmittelbar an und motiviert zur Auseinandersetzung mit dem geistlichen Leben.
Von Kombi-Ticket bis Warn-App: Welche Services und Angebote Besucher beim Katholikentag in Würzburg erwarten und wie sie auch ohne Ticket an Veranstaltungen teilnehmen können.
Wien richtet 2026 den 70. Eurovision Song Contest aus, nachdem Johannes Pietsch alias JJ im Vorjahr den Sieg für Österreich geholt hatte. Das Land blickt auf eine wechselhafte ESC-Geschichte: Udo Jürgens gewann 1966 als erster österreichischer Sieger mit „Merci Chérie", nachdem er zuvor zweimal angetreten war. Bis zum zweiten österreichischen Sieg vergingen fast 50 Jahre – 2014 triumphierte Tom Neuwirth als Conchita Wurst mit „Rise Like a Phoenix". Österreich blieb dem Wettbewerb insgesamt neunmal fern, unter anderem aus politischen und organisatorischen Gründen. Einen Negativrekord hält das Land seit 2015, als The Makemakes als erstes Gastgeberland nach einem Vorjahressieg keinen einzigen Punkt erhielten.
Das Theater Regensburg wurde offiziell zum sechsten Staatstheater in Bayern ernannt. Die Ernennung wurde durch einen Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Regensburg und dem Freistaat Bayern besiegelt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den Schritt als Bekenntnis zur Kunstfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft und betonte, dass Spitzenkunst nicht nur in München möglich sei. Das Haus bleibt Kommunalunternehmen unter der Trägerschaft der Stadt Regensburg, wird künftig jedoch zu gleichen Teilen von Stadt und Freistaat finanziell gefördert.
Das Landgericht Hamburg hat den Antrag von Schauspieler Christian Ulmen auf eine einstweilige Verfügung gegen den "Spiegel" weitgehend abgewiesen. Das Gericht befand, dass das Nachrichtenmagazin die Voraussetzungen einer zulässigen Verdachtsberichterstattung eingehalten habe. Hintergrund sind Gewaltvorwürfe, die Ulmens Ex-Frau, die Schauspielerin Collien Fernandez, gegen ihn erhoben hatte. Ulmens Anwälte kündigten unmittelbar nach der Entscheidung Beschwerde an und nannten das Urteil "evident rechtsfehlerhaft". Für Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Kurz vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele in Cannes am Dienstag sorgt das offizielle Festivalplakat für Kritik. Es zeigt die Heldinnen des Roadmovies „Thelma & Louise" von Ridley Scott. Das feministische Kollektiv 50/50 wirft dem Festival vor, die Darstellung der weiblichen Filmfiguren sei ein Feigenblatt, da im diesjährigen Wettbewerb nur fünf der 22 Filme von Regisseurinnen stammen. Das Kollektiv verweist zudem darauf, dass seit der Festivalgründung 1946 lediglich sechs Prozent aller Wettbewerbsfilme von Frauen inszeniert wurden.
Beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin wurde der Ehrenpreis „Goldener Ochse" an den Schauspieler Armin Mueller-Stahl verliehen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte den 95-Jährigen für eine vielseitige Karriere, die Schauspielerei in der DDR, der Bundesrepublik und Hollywood umfasst sowie Tätigkeiten als Schriftsteller, Maler und Musiker einschließt. Den Hauptpreis des Festivals, den „Fliegenden Ochsen", gewann der Film „Our Girls" des niederländischen Regisseurs Mike van Diem, der zugleich den Publikumspreis erhielt.
Die Netflix-Serie „Adolescence" hat bei den britischen Bafta TV Awards 2025 einen Rekord aufgestellt und vier Preise gewonnen – mehr als je eine andere Sendung zuvor. Die Produktion wurde als beste Miniserie ausgezeichnet; Stephen Graham erhielt den Preis als bester Schauspieler für seine Rolle als Vater eines tatverdächtigen 13-Jährigen. Christine Tremarco wurde als beste Nebendarstellerin geehrt, während der 16-jährige Owen Cooper als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde und damit der jüngste Bafta-Fernsehpreisträger der Geschichte ist. Cooper hatte zuvor bereits einen Emmy gewonnen und war auch dort der jüngste männliche Preisträger. Weitere Auszeichnungen gingen an die Shows „The Celebrity Traitors" und „Last One Laughing", die jeweils zweimal prämiert wurden.
Der Schweizer Kunsthändler Bruno Bischofberger ist im Alter von 86 Jahren gestorben, wie seine Züricher Galerie auf Instagram mitteilte. Bischofberger gilt als eine der prägenden Figuren des europäischen Kunstmarkts, der bedeutende amerikanische Künstler wie Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat nach Europa brachte und beide Mitte der 1980er Jahre miteinander bekannt machte. Er vertrat zudem Künstler wie den Neoexpressionisten Julian Schnabel und den Schweizer Jean Tinguely. Neben seinem Engagement für Pop-Art und Neoexpressionismus sammelte Bischofberger Fotografie und Designmöbel; sein besonderes Interesse galt der Schweizer Volkskunst, insbesondere der Appenzeller Bauernmalerei, über die er an der Universität Zürich lehrte.
Der MDR setzt die Produktion von „Tatort" und „Polizeiruf 110" mit den Ermittlerteams aus Leipzig, Dresden und Magdeburg für drei Jahre aus. MDR-Intendant Ludwig stellte das umfangreiche Sparpaket heute vor dem Rundfunkrat vor. Neben den Krimireihen sind weitere Formate betroffen, darunter das Mittagsmagazin, mehrere Podcasts mit weniger als 6.000 monatlichen Hörern sowie Social-Media-Angebote, die um rund 30 Prozent gekürzt werden sollen. Beim „Tatort" erfolgt der Rückzug schrittweise: Sechs bereits beauftragte Produktionen sowie ein neuer „Tatort Dresden" sollen noch realisiert werden. Insgesamt sollen beim MDR mehr als 200 Stellen wegfallen.
Der niederländische Kunstdetektiv Arthur Brand hat das Gemälde „Porträt eines jungen Mädchens" des Malers Toon Kelder als NS-Raubkunst identifiziert. Das Werk befand sich offenbar jahrzehntelang im Besitz von Nachkommen des SS-Kollaborateurs Hendrik Seyffardt und stammt aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker. Auf das Bild aufmerksam wurde Brand durch einen Mann, der seine Verwandtschaft zu Seyffardt erst kürzlich entdeckt hatte und das Porträt bei einem Familienbesuch gezeigt bekam. Die Erben Goudstikkers bestätigten über ihre Anwälte den Raubkunst-Charakter des Werkes und fordern dessen Rückgabe. Eine rechtliche Durchsetzung gestaltet sich jedoch schwierig, da die niederländische Restitutionskommission Privatpersonen nicht zur Herausgabe verpflichten kann.
Die Red Hot Chili Peppers haben ihren gesamten aufgenommenen Musikkatalog an die Warner Music Group verkauft. Der Kaufpreis beträgt nach Berichten mehrerer US-Medien mehr als 300 Millionen Dollar. Das Paket umfasst alle 13 Studioalben der Band, darunter bekannte Werke wie „Californication" und „Blood Sugar Sex Magik". Solche Katalogverkäufe sind in der Musikbranche seit Jahren gängige Praxis – auch Bob Dylan und Bruce Springsteen veräußerten bereits ihre Rechte. Für Käufer sind etablierte Musikkataloge vor allem durch Einnahmen aus Streaming, Werbung und Filmlizenzen ein lukratives Geschäft.
Der Deutsche Musikrat hat gemeinsam mit Konzertveranstaltern und Künstlern einen offenen Brief an die Bundesregierung gerichtet, in dem strengere Regulierungen für den Ticket-Zweitmarkt gefordert werden. Hintergrund ist die verbreitete Praxis, wonach Tickets kurz nach Verkaufsstart zu überhöhten Preisen im Internet weiterverkauft werden. Konkret verlangen die Unterzeichner eine Preisobergrenze für gewerbliche Weiterverkäufe sowie ein Verbot automatisierter Ticketkäufe durch sogenannte Bots. Darüber hinaus soll stärker gegen Ticketfälschungen und falsche Verkäuferprofile vorgegangen werden, und Online-Plattformen sollen verdächtige Angebote schneller melden und entfernen müssen.
Das 79. Filmfestival von Cannes (2026) findet ohne die großen Hollywood-Produktionen statt, da US-Blockbuster wie „Michael" und „Der Teufel trägt Prada 2" das Festival übergangen haben und auch Netflix aufgrund der Cannes-Regeln zu Streaming-Auswertungsfristen nicht vertreten ist. In diesem Vakuum rückt der deutsche Film in den Mittelpunkt: Volker Schlöndorff präsentiert mit „Heimsuchung" eine Verfilmung des Romans von Jenny Erpenbeck, Sandra Hüller spielt in Pawel Pawlikowskis „Vaterland" Erika Mann, und Valeska Griesebach konkurriert mit „Das geträumte Abenteuer" um die Goldene Palme. Lars Eidinger ist gleich in zwei Filmen vertreten, darunter dem Wettbewerbsfilm „Moulin", in dem er Gestapo-Chef Klaus Barbie verkörpert. Abseits des deutschen Films sind im Wettbewerb unter anderem die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer mit „Gentle Monster" sowie US-Independent-Produktionen mit Rami Malek, Adam Driver und Scarlett Johansson vertreten. Festivaldirektor Thierry Frémaux führt das Fernbleiben Hollywoods auf strukturelle Faktoren wie Pandemie, Streiks und Studioübernahmen zurück; Branchenbeobachter werten das Festival als mögliche Atempause vor dem 80. Jubiläum 2027.
Das Junge Ensemble Dresden unter Leitung von Robert Schad gibt am 23. Mai 2026 um 19 Uhr ein Konzert in der Erlöserkirche Bamberg. Das Programm „An den Wassern" vereint Vokalmusik rund um das Thema Wasser, von klassischer Chorliteratur über geistliche Motetten bis zu Spirituals und folkloristischen Sätzen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Das bundesweite Chorfestival «chor.com» findet erstmals in Leipzig statt und bringt vom 1. bis 4. Oktober die deutsche Chorszene zusammen. Geplant sind über 150 Workshops, Masterclasses, 20 Konzerte und eine Ausstellermesse mit rund 60 Ausstellern. Ex-Bundespräsident Christian Wulff betont als Präsident des Deutschen Chorverbandes, dass Chöre Brücken zwischen Kulturen und sozialen Hintergründen bauen. Das Festival steht unter dem Motto „Building Bridges – wie Chormusik neue Verbindungen schafft".
Das Album verbindet Elina Dunis klare Stimme mit Rob Lufts feinsinnigem Gitarrenspiel zu poetischem Jazz, der Folk und Improvisation vereint.
Der Ballett-Doppelabend "Jeu des Cartes / Pulcinella" verbindet Igor Stravinskys Musik mit tänzerischem Witz, Maskerade und rhythmischer Präzision.