Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
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Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat Ende September 2025 die Empfehlungsliste „Bayerns beste Independent Bücher 2025" veröffentlicht, die zehn Neuerscheinungen unabhängiger Verlage aus verschiedenen bayerischen Regionen auszeichnet. Kunstminister Markus Blume gab die Liste bekannt; eine siebenköpfige Jury wählte die Titel in Kategorien wie Belletristik, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur sowie Kunst- und Sachbuch aus. Begleitend erscheint ein Podcast, in dem Literaturkritikerin Christine Knödler in zehn Folgen die prämierten Verlegerinnen und Verleger vorstellt. Die ausgezeichneten Verlage präsentieren sich unter anderem auf der Frankfurter Buchmesse (15.–19. Oktober) und bei der Münchener Bücherschau (20. November – 7. Dezember), wo Staatsminister Blume am 28. November die Auszeichnungen offiziell überreicht.
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Pro Jahr werden grundsätzlich bis zu acht Auszeichnungen vergeben. Die Seite dokumentiert alle bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, darunter Wissenschaftler, Künstler, Kulturmanager und Mäzene aus verschiedenen Bereichen des bayerischen öffentlichen Lebens. Zuletzt wurden im Oktober 2025 der langjährige Generaldirektor des Deutschen Museums Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, der Quantenforscher Prof. Dr. Rudolf Gross und UnternehmerTUM-Gründer Prof. Dr. Helmut Schönenberger geehrt. Kunstminister Markus Blume überreicht die Auszeichnungen regelmäßig im Rahmen festlicher Veranstaltungen wie der jährlichen Kultur-Sommer-Lounge im Haus der Kunst in München.
Bayerns Kunstminister Markus Blume hat Anfang November 2025 im Wissenschafts- und Kunstausschuss des Bayerischen Landtags seinen Abschlussbericht zu den Vorwürfen gegen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (BStGS) vorgestellt. Eine externe Kommission unter Leitung von Prof. Dr. Meike Hopp, Vorständin des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste, bescheinigte der Provenienzforschung der BStGS eine „solide Recherchepraxis und methodische Tiefe" und fand keine Belege für vorsätzliches Zurückhalten von Informationen zu Raubkunst. Auch ein grundsätzliches System- oder Organisationsversagen wurde weder in der Provenienzforschung noch in anderen Bereichen der Institution festgestellt. Dennoch wurden Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet, darunter fünf neue Stellen an einer neu gegründeten Museumsagentur, Sondermittel von einer Million Euro sowie ein geplanter Erstcheck von rund 3.000 nach 1945 erworbenen Werken. Der bereits im April vorgestellte fünfteilige Maßnahmenplan, zu dem unter anderem eine externe Reformkommission und ein Runder Tisch zur historischen Verantwortung gehören, befindet sich laut Blume bereits in der Umsetzung.
Bayern hat Mitte November 2025 erstmals den Bayerischen Kunstpreis vergeben. Bei einer Gala im Bergson Kunstkraftwerk München zeichneten Ministerpräsident Markus Söder und Kunstminister Markus Blume acht Preisträgerinnen und Preisträger in verschiedenen Kategorien aus. Den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten erhielt der Kabarettist Gerhard Polt. Der spartenübergreifende Preis ist mit jeweils 10.000 Euro pro Kategorie dotiert und wird auf Empfehlung einer Fachjury vergeben; die Preisfigur ist die Zerbinetta aus Nymphenburger Porzellan. Rund 450 Gäste aus Kultur, Medien und Politik nahmen an der Veranstaltung teil, die vom Bayerischen Rundfunk live übertragen wurde.
Die US-amerikanische Schlagzeugerin, Komponistin und Produzentin Terri Lyne Carrington wurde Ende Januar 2026 zur Bayerischen Spitzenprofessorin an der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) berufen. Die vierfache Grammy-Preisträgerin und NEA Jazz Master ist bislang vor allem als Lehrende am Berklee College of Music sowie als Gründerin des dortigen Institute of Jazz and Gender Justice bekannt und hat mit Größen wie Herbie Hancock, Wayne Shorter und Stan Getz zusammengearbeitet. Bayerischer Kunstminister Markus Blume bezeichnete sie als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des modernen Jazz. Die Professur wird über das Spitzenprofessurenprogramm der Hightech Agenda Bayern finanziert, das insgesamt rund 43 Millionen Euro für Spitzenprofessuren vorsieht. Carrington wird bis Ende 2028 an der HMTM lehren und dort sowohl in der Ensemblearbeit als auch in interdisziplinären Projekten tätig sein.
Der Deutsche Multimediapreis mb21 sucht digitale, netzbasierte oder interaktive Projekte von Jugendlichen bis 25 Jahre zum Thema „Glow"; Einsendeschluss ist der 20. Juli 2026, Preisgelder umfassen 11.000 Euro.
Der f³ – freiraum für fotografie zeigt ab 22. Mai 2026 Arbeiten von Robert Lebeck, einem zentralen Vertreter der deutschen Nachkriegs-Fotoreportage, der für den Stern weltpolitische Ereignisse und den gesellschaftlichen Wandel der Bundesrepublik dokumentierte.
Die 9. Triennale der Photographie Hamburg findet vom 4. bis 14. Juni 2026 mit 279 internationalen Künstlern in acht Institutionen statt und steht unter dem Thema „Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other".
Das Fotofestival RAW in Worpswede feiert vom 3. Oktober bis 1. November 2026 sein zehnjähriges Jubiläum unter dem Motto „Zurück in die Zukunft" mit drei Ausstellungen zu Klimawandel, Fotokunst und Festival-Rückblicken in reduziertem Format.
Die Ausstellung „Helmut Newton. Cars" zeigt ab 15. Mai 2026 in der Villa Olmo am Comer See 20 großformatige Fotografien, in denen Newton Nobelkarossen als Bildmotiv inszenierte, eingebettet in die Luxusauto-Show FuoriConcorso.
Der 14. Fotogipfel Oberstdorf findet vom 17. bis 21. Juni 2026 unter dem Leitmotiv „Abenteuer" statt und bietet Workshops, Vorträge und Ausstellungen im ganzen Ort. Schirmfrau ist Polarfotografin Esther Horvath, die eigene Expeditionsaufnahmen auf der Nebelhorngipfelstation zeigt.
Die Bildhalle Zürich zeigt bis Mai 2026 Naturfotos von Inka & Niclas, Joost Vandebrug, Adam Jeppesen und Douglas Mandry, die mit ungewöhnlichen Materialien und Verfahren wie Cyanotypie, Washi-Papier und Lithografie auf Geotextilien experimentieren.
Das Deutsche Kameramuseum in Plech bietet 2026 mehrere Schätzsonntage (10. Mai, 12. Juli, 11. Oktober) sowie die 9. Foto- und Filmbörse am 31. Mai an, bei denen Experten alte Foto- und Filmgeräte kostenlos bewerten.
Die Wüstenrot Stiftung und das Museum Folkwang vergaben vier mit je 10.000 Euro dotierte Förderpreise für Dokumentarfotografie an Elias Holzknecht, Victoria Jung, Aline Papenheim und Yana Wernicke, ausgewählt aus 108 Bewerbungen.
Die siebten CEWE Photo Awards sind gestartet: Bis zum 31. Mai 2027 können Amateurfotografen und Profis in zehn Kategorien Bilder einreichen und 1.000 Preise im Gesamtwert von über 250.000 Euro gewinnen.
Die photo basel, die erste und einzige Fotokunstmesse der Schweiz, findet vom 16. bis 21. Juni 2026 zum elften Mal statt. Die Messe präsentiert über 450 Werke von knapp 170 Künstlerinnen und Künstlern aus internationalen Galerien, darunter Arbeiten von Vivian Maier, Man Ray, André Kertész und Marina Abramović. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf experimentellen Techniken, die klassische Fotografie um dreidimensionale Formen und unkonventionelle Druckverfahren erweitern – exemplarisch dafür steht der Künstler Ayo Banton, der Fotografie, Licht und florale Skulpturen kombiniert sowie Cyanotypien mit Spektrogrammen pflanzlicher Signaldaten verbindet. Begleitend zur Messe findet ein öffentliches Rahmenprogramm mit kostenlosen Führungen und moderierten Panel Talks statt.
Die Stadt Köln hat die Nachnutzung des bisherigen Schauspiel-Interimsstandorts Depot bekannt gegeben: Depot 1 wird an apiro Entertainment vermietet, Depot 2 teilen sich das Schauspiel Köln und die freie Szene ab November 2026.
Ein Streit um Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gibt Anlass, die Bilanz des Amts über Jahrzehnte zu analysieren – zwischen Kulturförderung, Machtzuwachs und wachsender politischer Einflussnahme.
Mascha Schilinski gelang mit ihrem experimentellen Film „In die Sonne schauen" der internationale Durchbruch. Das Werk erzählt assoziativ von vier Mädchen auf einem Bauernhof über rund 100 Jahre hinweg und bricht bewusst klassische Erzählkonventionen auf.
Die Februar-Ausgabe der Literaturen stellt vier Sachbücher vor: Beckert und Richter analysieren den Kapitalismus, Mercier das menschliche Innenleben, Lepenies die Demokratie und Clark einen preußischen Skandal.
James Vanderbilts Spielfilm „Nürnberg" mit Russell Crowe als Hermann Göring zeigt den US-Militärpsychiater Douglas M. Kelley vor den Nürnberger Prozessen, scheitert laut Kritik jedoch an historischer Unschärfe, narrativem Wirrwarr und Klischees.
Der ESC 2026 in Wien steht laut Autor Florian Hartleb exemplarisch für eine neue europäische Sicherheitsrealität, in der Großveranstaltungen zunehmend im Spannungsfeld von Terrorbedrohung, Cyberangriffen und geopolitischen Konflikten stattfinden.
Autor Bernd Stegemann analysiert anhand der Fälle Collien Fernandes und des Buchhandlungspreises, wie linke Meinungsnetzwerke im Kulturbetrieb mit Doppelmaßstäben operieren und Kulturstaatsminister Weimer dabei regelmäßig unterliegt.
Ulrike Stöck übernimmt ab der Spielzeit 2017/2018 die Leitung des Schnawwl – Junges Nationaltheater am NT Mannheim und folgt damit Andrea Gronemeyer nach, die zur Schauburg München wechselt.