Kulturatlas

Pressespiegel

Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.

Region: Bundesweit

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Film – Formate & Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Die ARD-Dokumentation „Der Star-Anwalt: Christian Schertz und die Medien" (2024, 60 Min., Regie: Nora Binder) porträtiert den Berliner Medienanwalt Christian Schertz und seine Kanzlei „Schertz Bergmann" am Kurfürstendamm. Schertz vertritt prominente Mandanten aus Musik, Politik und Unterhaltung, darunter Till Lindemann, Jan Böhmermann und Herbert Grönemeyer. Bekannt wurde er unter anderem durch die erfolgreiche Verteidigung Böhmermanns gegen eine Klage des türkischen Präsidenten Erdoğan sowie durch die Übernahme des Lindemann-Mandats im Zusammenhang mit Vorwürfen eines „Casting-Systems", gegen die die Kanzlei gerichtlich vorging und die Ermittlungen eingestellt wurden. Zu Wort kommen in der Dokumentation sowohl Gegner als auch Wegbegleiter wie Günther Jauch, Giovanni di Lorenzo und Benjamin von Stuckrad-Barre. Die Gemeinschaftsproduktion von hr, rbb und MDR beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Recht, Moral, Medien und prominenten Persönlichkeiten.

CORRECTIV
Journalismus
Literatur – Formen & Formate
Bundesweit

Journalistin Mona Ameziane tourt mit ihrem Literatur-Podcast Buch-Lounge durch Deutschlands Literaturhäuser und spricht mit Autoren und Autorinnen. Zu Besuch in der aktuellen Folge: Verena Keßler und Franziska Gänsler.[mehr] ]]>

Hans-Joachim Bohlmann zerstörte in den 1970er- und 1980er-Jahren Gemälde von Dürer, Cranach, Rembrandt und Klee mit Schwefelsäure – der Gesamtschaden wird auf rund 300 Millionen DM geschätzt. Der Deutsche litt seit früher Jugend an Angststörungen und Zwängen, unterzog sich 1974 einer umstrittenen Hirnoperation und verbrachte mehrfach Zeit in Gefängnissen und psychiatrischen Kliniken. Seine Motive blieben lange rätselhaft und lagen offenbar zwischen psychischer Erkrankung, Geltungssucht und dem Wunsch, sich an der Gesellschaft zu rächen. Der vierteilige True-Crime-Podcast „Säuresommer" von Radio Bremen und ARD Kultur rekonstruiert sein Leben anhand von Originalaufnahmen, die die Spiegel-Journalistin Beate Lakotta 2005 bei Gesprächen mit Bohlmann und seinem Arzt anfertigte. Host Klaus Uhrig und sein Team versuchen darin, Bohlmanns Werdegang zum möglicherweise größten Kunstzerstörer der Geschichte zu ergründen.

Film – Formate & Formen
Veranstaltungen
Bundesweit

Die dreiteilige ARD-Kulturdokumentation „Max & Joy – Komm näher" (2025) porträtiert das deutsche Musikerpaar Max Herre und Joy Denalane anlässlich ihres ersten gemeinsamen Albums „Alles Liebe". Regie führte ihr langjähriger Freund und früheres „Freundeskreis"-Mitglied Sékou Neblett, der das Paar über 25 Jahre hinweg mit bislang unveröffentlichten Videoaufnahmen begleitet hat. Die Doku zeigt in drei Folgen sowohl den Rückblick auf gemeinsame Höhen und Tiefen – darunter eine Trennung und den Neuanfang – als auch den aktuellen Entstehungsprozess des Albums nach ihrem jeweils 50. Geburtstag. Im Mittelpunkt stehen die kreative Reibung zweier starker Persönlichkeiten im Studio sowie die Frage, wie Liebes- und Arbeitsbeziehung nach einem Vierteljahrhundert miteinander vereinbar sind. Jede Folge umfasst rund 36 Minuten und ist eine Produktion der EMENES GmbH für ARD Kultur.

Film – Formate & Formen
Bundesweit

Die dreiteilige Dokumentarreihe „Exzess Berlin – Hauptstadt der Clubs" (rbb/ARD Kultur, 2023) beleuchtet fünf Jahrzehnte Berliner Clubkultur von der Zeit der deutschen Teilung bis in die Gegenwart nach der Corona-Pandemie. Die Filme von Tim Evers und Lutz Pehnert porträtieren Protagonisten wie das Tanzkollektiv ArtEmiss, den non-binären DJ und Produzenten ASA 808 sowie das junge DJ-Kollektiv Pfandidos, das mit illegalen Partys begann und heute Clubs wie das Suicide bespielt. Daneben kommen Zeitzeugen und Wegbereiter der Szene zu Wort, darunter Westbam, KitKat-Club-Mitbegründerin Britt Kanja und Fotograf Ali Kepenek. Die Reihe zeichnet nach, wie Orte wie Berghain, Tresor und KitKat-Club weltweiten Ruf erlangten und Berlin zur international bekannten Hochburg exzessiven, freien Nachtlebens wurde. Jede Generation, so die dokumentarische These, entdeckt und erfindet die Berliner Clubkultur für sich neu.

Bildende Kunst – Formen & Orte
Bundesweit

Die Klassik Stiftung Weimar widmet ihr Themenjahr 2023 dem Thema Wohnen und begeht zugleich den 100. Jahrestag des Hauses Am Horn – dem einzigen in Weimar realisierten Bauhausgebäude. Der zehnteilige Podcast „klassisch modern" von ARD Kultur, MDR Thüringen und der Klassik Stiftung Weimar beleuchtet Entstehung, Geschichte und heutige Nutzung des Gebäudes als Ausstellungsort und Museum. Moderatorin Sophie Hartmann erkundet gemeinsam mit Stephanie Hock von der Klassik Stiftung die Räume des Hauses und spricht mit Expertinnen wie Ute Ackermann und Baureferentin Ulrike Glaser sowie ehemaligen Bewohnern. Themen der einzelnen Folgen sind unter anderem das innovative Raumkonzept der Einbauküche, die getrennte Schlafzimmer für Mann und Frau, die pädagogischen Ideen der Bauhäusler sowie die Architektenrolle von Georg Muche, der eigentlich als Maler ans Bauhaus gekommen war.

Literatur – Formen & Formate
Bildung & Vermittlung
Bundesweit

"Longreads" ist ein dokumentarisches Literaturformat der ARD (RBB/SWR/MDR), das seit 2024 in zwei Staffeln produziert wird. Moderatorin und Autorin Helene Hegemann trifft dabei verschiedene Gäste – darunter Politikerin Heidi Reichinnek, Schauspielerin Lena Klenke, Boxer Zeina Nassar und Journalist Thilo Mischke – an bedeutungsträchtigen Orten, um über lebensverändernde Bücher zu sprechen. Jede Folge verbindet ein von den Gästen mitgebrachtes Buch mit einem Gegenvorschlag Hegemanns und führt zu Gesprächen über gesellschaftliche Themen wie Antisemitismus, politische Ästhetik, Körper und Identität. Das Format orientiert sich am journalistischen "Longread"-Prinzip des vertieften Erzählens und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Erinnerungskultur
Bundesweit

Der sechsteilige Podcast „Akte: Raubkunst?" von ARD Kultur untersucht die Herkunft von Kulturgegenständen in deutschen Museen, die im Kontext der Kolonialzeit aus ihren Herkunftsländern entfernt wurden. Hostin ist die Journalistin Helen Fares, die den Erwerbsgeschichten von sechs konkreten Objekten nachgeht – darunter die Nofretete-Büste, Benin-Bronzen, eine afghanische Wandtafel sowie Objekte aus Kamerun und Papua-Neuguinea. Die Recherchen führen in Archive, Auktionshäuser und Ausgrabungsstätten; zu Wort kommen Provenienzforscher sowie Vertreter der Herkunftsgesellschaften, die Rückgaben fordern. Die Reihe ist eine Produktion von Good Point Podcasts im Auftrag von ARD Kultur und startete am 11. August 2022.

Gesellschaft, Demokratie & Wirkung
Wirkung
Bundesweit

Die dreiteilige ARD-Dokumentarserie „Rebels" (2022) porträtiert Künstlerinnen und Künstler aus Musik, Comedy und Aktionskunst, die ihre Bekanntheit für politischen Protest nutzen. Zu den Protagonisten zählen unter anderem Rapper Disarstar, Komikerin Enissa Amani, das Indie-Pop-Trio Blond, Satiriker Nico Semsrott sowie das Zentrum für Politische Schönheit und das Peng Kollektiv. Die Serie beleuchtet ihr Engagement gegen Rassismus, Sexismus, Gentrifizierung und Armut – und zeigt, welche Konsequenzen sie dafür in Kauf nehmen, von Shitstorms bis zu strafrechtlichen Folgen. Regie führte Çağdaş Eren Yüksel; produziert wurde die Serie von Cocktailfilms für ARD Kultur in Zusammenarbeit mit mehreren ARD-Anstalten.

Bildende Kunst – Formen & Orte
Bundesweit

Das ARD-Kultur-Projekt „Wie Weimar wohnt" verbindet eine Fotoserie der Ostkreuz-Fotografin Ina Schoenenburg mit einer Dokumentation des Autors Hans-Michael Marten. Schoenenburg porträtierte elf Personen aus Weimar in ihren Wohnungen – von der Plattenbauwohnung über einen Wohntruck bis zur Gründerzeit-Villa – und macht damit verschiedene Lebensformen in der Kulturstadt sichtbar. Zu den Porträtierten zählen unter anderem der Musiker Martin Kohlstedt sowie weitere Weimarer Bewohnerinnen und Bewohner. Die großformatigen Fotografien werden seit Ende März bzw. April 2023 als Plakatwand-Ausstellung im öffentlichen Stadtraum Weimars gezeigt. Das Projekt entstand als Gewinner des ARD Kultur Creators Wettbewerbs 2022 in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar und dem MDR.

Film – Formate & Formen
Bundesweit

„Irgendwas mit Medien" ist eine achtteilige Mockumentary-Serie, die 2023 im Auftrag des MDR und in Zusammenarbeit mit ARD Kultur produziert wurde. Im Mittelpunkt steht der 19-jährige Streber Lennart, der an der Bauhaus-Universität Weimar ein Medienstudium beginnt und dabei von einem selbstinszenierten Wunderkind zum überforderten Erstsemester wird – begleitet von einem fiktiven Filmteam. Die Serie lebt von absurd-komischen Situationen und gezieltem Fremdschamhumor rund um das Studien- und Erwachsenwerden. Hinter dem Projekt stehen die beiden Dreißigjährigen Mirko Muhshoff und Jano Kaltenbach, die Drehbuch, Regie und die beiden Hauptrollen übernahmen und dabei auf eigene Erfahrungen an der Bauhaus-Universität zurückgriffen. Der siebenjährige Entstehungsprozess wurde durch verschiedene mitteldeutsche Förderprogramme unterstützt; produziert wurde die Serie von UFA Serial Drama.

Digitale & neue Kunstformen
Bundesweit

Der Podcast „Ach, nichts" der Performancekünstlerin Anne Pretzsch und der Journalistin Gina Enslin widmet sich dem Phänomen des Schweigens in zwischenmenschlichen Beziehungen. In sechs Folgen gehen die beiden Macherinnen der Frage nach, warum Menschen in Freundschaften, Familien und gegenüber Eltern oder Geschwistern Gefühle, Erwartungen und Wünsche oft unausgesprochen lassen. Dabei sprechen sie mit Autorinnen wie Miku Sophie Kühmel („Triskele"), Dilek Güngör („Vater und ich") und Anne Stern („Meine Freundin Lotte"), deren Romane das Thema literarisch aufgreifen. Der Podcast entstand als Gewinner des ARD Kultur Creators Ideenwettbewerbs und wurde unter mehr als 600 Einsendungen ausgewählt; produziert wurde er von stereotype media in Zusammenarbeit mit ARD Kultur und dem NDR.

Bildende Kunst – Formen & Orte
Bundesweit

Die vierteilige Dokumentationsreihe „Flaesh – Tattookultur in Deutschland" wurde 2023 von ARD Kultur und MDR Kultur produziert und beleuchtet Tattookunst und -kultur in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven. Die Reihe porträtiert Tätowiererinnen und Tätowierer wie Jen Tonic, Bastian Wurms, Henk Schiffmacher, Daniel Bluebird, Hanadi Chawaf, Yase Farbextase, Ela Pour, Toshihide und Katie Wolfe in ihren Studios in Berlin, Bremen, Hamburg, Lüneburg und Leipzig. Thematisch behandelt die Doku gesellschaftlich relevante Fragen wie kulturelle Aneignung, politische Aussagen auf dem Körper, die Rolle von Frauen und queeren Personen in der Szene sowie die Frage, ob Tätowieren als Kunstform anerkannt werden kann. Begleitet werden zudem Tattoo-Events in Jena und Frankfurt am Main. Buch und Regie stammen von Anne-Sophie Jakubetz und Marcus Fitsch, produziert wurde die Reihe von Yellow Table Media.

Rundfunk
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

ARD Kultur hat zum 30. Jahrestag des Sendestarts eine dreiteilige Dokumentation über den deutschen Musiksender VIVA produziert. VIVA ging am 1. Dezember 1993 auf Sendung und bot dem internationalen Konkurrenten MTV in den 1990er-Jahren erfolgreich Paroli. Die Doku beleuchtet Aufstieg, Erfolg und Niedergang des Senders und greift dabei auch Themen wie Diversität, die Mechanismen der Musikindustrie sowie den Einfluss von Ereignissen wie 9/11 und Napster auf. Als Hosts fungieren die ehemaligen VIVA-Moderatoren Nilz Bokelberg, Markus Kavka und Collien Ulmen-Fernandes; zudem kommen weitere bekannte Ex-Moderatoren wie Mola Adebisi, Oliver Pocher und Klaas Heufer-Umlauf sowie Künstler der VIVA-Ära zu Wort. Die Produktion stammt von Florida Factual im Auftrag von ARD Kultur unter der Regie von Thorsten Berrar.

Musik – Formate & Ensembles
Bundesweit

ARD Kultur veröffentlicht anlässlich der Deutschland-Tour von Billie Eilish im Mai 2025 einen mehrteiligen Podcast mit dem Titel „Die Billie Eilish Story". Hosts sind die deutsche Sängerin LEA und die Popkultur-Expertin Gizem Celik, die wöchentlich verschiedene Facetten der amerikanischen Künstlerin beleuchten. Die sechs Folgen behandeln Themen wie Eilishs künstlerische Anfänge, ihre Zusammenarbeit mit Bruder Finneas, ihre Queerness und Identität sowie ihre Offenheit über mentale Gesundheit. Der Podcast ist eine Produktion von FLOW media company für ARD Kultur, Bayern 2 Zündfunk und Bremen Vier.

Der fünfteilige Podcast von MDR und ARD Kultur erzählt die Geschichte von kino.to, Deutschlands erstem illegalen Streamingdienst, den der Leipziger Handwerker Dirk B. im Jahr 2008 gründete. Die Plattform etablierte das Streaming-Prinzip in Deutschland und prägte eine ganze Generation von Nutzern, bevor sie im Juni 2011 durch eine Razzia des SEK abgeschaltet wurde. Investigativjournalistin Maxie Römhild recherchiert den Aufstieg und Fall der Seite, befragt ehemalige Mitglieder des inneren Kreises und überprüft kritisch die Selbstdarstellung von Gründer Dirk B. in einer mutmaßlich selbstverlegten Biografie. Schauspieler Tom Wlaschiha gibt dabei den Passagen aus dem Buch eine Stimme. Der Podcast behandelt neben der Kriminalgeschichte auch grundlegende Fragen zur Medienkultur, zur Vergütung von Urhebern im Netz und zum anhaltenden Phänomen des illegalen Streamings, das 2023 weltweit über 133 Milliarden Abrufe verzeichnete.

„Szene Report" ist eine Mockumentary-Serie von ARD Kultur, die sich humorvoll mit Jugend-Subkulturen der letzten 30 Jahre beschäftigt und dabei den Stil von Kult-Dokumentationen der 90er- und 2000er-Jahre imitiert. Die Serie umfasst drei Staffeln (2022–2024) mit je zwei bis drei Folgen à 20 Minuten und behandelt unter anderem die Emo-Subkultur, LAN-Partys, Skatepunk, Techno-Raver, den Indie-Hype der Nullerjahre sowie die Hamburger Hip-Hop-Szene. Regie führt in allen Staffeln Hannes Rademacher, der die Drehbücher gemeinsam mit Maximilian zur Jacobsmühlen verfasste. Zu den Darstellerinnen und Darstellern zählen bekannte Gesichter wie der Satiriker Sebastian Hotz (El Hotzo), Björn Beton Warns von Fettes Brot, Moderatorin Marie Lina Smyrek, Schriftsteller und Schauspieler Rocko Schamoni sowie Rapper wie AFROB und DAS BO. Produziert wurde die Serie von „sendefähig" im Auftrag von ARD Kultur.

Musik – Formate & Ensembles
Veranstaltungen
Bundesweit

Der ARD-Kultur-Konzertfilm (2022, 70 Min.) begleitet die amerikanische Sängerin, Geigerin und Komponistin Caroline Shaw sowie das New Yorker Ensemble Sō Percussion während ihres Aufenthalts in Deutschland. Im Mittelpunkt steht ein Live-Konzert in der Erfurter Zentralheize, bei dem Shaw und das Ensemble ihr gemeinsames Album vorstellen; ergänzt wird es durch Videoinstallationen der Künstlerin A-li-ce. Probenaufnahmen und Interviews geben Einblick in Shaws musikalische Bandbreite, die von Pop und Klassik bis zur Avantgarde reicht und Kollaborationen mit Kanye West, Renée Fleming sowie Arbeiten für Film, Theater und Computerspiele umfasst. Shaw gewann als jüngste Preisträgerin überhaupt den Pulitzer-Preis für Musik und ist dreifache Grammy-Preisträgerin. Regie führte Tilo Krause; der Film ist eine Produktion von Armida Film für ARD Kultur.

Film – Formate & Formen
Bildung & Vermittlung
Bundesweit

Die 61-minütige NDR/ARD-Kultur-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs" (2026) begleitet drei ehemalige Kinderschauspieler: Nick Romeo Reimann („Die Wilden Kerle"), Luna Jordan und Constantin von Jascheroff („Rennschwein Rudi Rüssel"). Der Film beleuchtet, wie Ruhm, Leistungsdruck und die Verwischung von Rolle und Persönlichkeit Spuren im Leben der Betroffenen hinterlassen haben. Reimann etwa absolvierte seit 2019 65 erfolglose Castings, bevor er erneut für einen Kinofilm besetzt wurde; von Jascheroff berichtete von bis zu zwölf Stunden langen Drehtagen als Kind. Autorinnen des Films sind Kira Gantner, Zita Zengerling und Betül Sarikaya; es handelt sich um eine Koproduktion von NDR und ARD Kultur.

Film – Formate & Formen
Bundesweit

Die Dokumentation „Die Hamburger Schule – eine Musikszene zwischen Pop und Politik" von NDR und ARD Kultur (2024) zeichnet die Geschichte der gleichnamigen deutschen Musikbewegung nach, die sich Ende der 1980er- und in den 1990er-Jahren im Hamburger Schanzenviertel und auf St. Pauli entwickelte. Zu den prägenden Bands gehörten Tocotronic, Blumfeld, Die Sterne, Die Goldenen Zitronen und Die Braut haut ins Auge, die deutschsprachige, intellektuell-ironische Texte mit Indie-Rock und Punk verbanden. Autorin Natascha Geier, selbst damals Teil der Szene, beleuchtet die Anfänge, den kommerziellen Aufstieg sowie Debatten über den Spagat zwischen politischem Anspruch und Erfolg. Thematisiert wird auch die Rolle von Frauen in der Szene sowie der Einfluss der Hamburger Schule auf Kunst, Theater und Popliteratur. Zu Wort kommen unter anderem Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Frank Spilker (Die Sterne), Bernadette la Hengst und Christiane Rösinger.

Engagement & Szene
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„A Glamorous Takeover" ist eine dreiteilige ARD-Kultur- und NDR-Produktion aus dem Jahr 2022, in der Host Tarik Tesfu Persönlichkeiten aus queeren Subkulturen porträtiert, die zunehmend den Mainstream prägen. Zu den Porträtierten gehören die Drag-Artistin Hungry, die im bayerischen Bad Füssing aufwuchs und ihr Alter Ego als künstlerisches Ausdrucksmittel entwickelte, sowie der Maler Oska Gutheil, der queere Identität in theatralisch-intensiven Bildern verarbeitet. Außerdem beleuchtet die Sendung die wachsende Ballroom-Kultur in Deutschland. Tarik Tesfu, der 2015 mit seinem Youtube-Kanal „Tariks Genderkrise" bekannt wurde, führt als Host und Style-Ikone durch die Reihe; Regie führte Tristan Ferland Milewski.

Journalismus
Musik – Formate & Ensembles
Bundesweit

„Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz" ist ein Podcast von ARD Kultur, der seit 2024 in bislang drei Staffeln á sechs Folgen erscheint. Die Hosts sind die Musikerin Jennifer Weist (bekannt als Frontfrau von „Jennifer Rostock") und der Musikjournalist sowie Ex-VIVA/MTV-Moderator Markus Kavka. Das Format beleuchtet prominent besetzte Musikstreitigkeiten aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten – von Tupac vs. Biggie über Oasis vs. Blur bis hin zu deutschen Fällen wie Dieter Bohlen vs. Thomas Anders oder Sido vs. Bushido. Jeder Beef wird dabei auf eine übergeordnete Ebene gehoben: Es geht um Machtstrukturen im Musikgeschäft, die Rolle von Medien und Produzenten sowie um juristische und finanzielle Konflikte. Die Produktion stammt von Kugel und Niere im Auftrag von ARD Kultur.

Heute widmet sich Niklas Wandt dem Phänomen KI-generierter Jazzmusik. Kann man noch unterscheiden, ob die Musik von einer Maschine oder einem Menschen stammt? Testet es selbst![mehr] ]]>

Werfen Sie mit uns einen Blick durchs Jazz-Periskop, vor die Haustür, in die Ferne oder auch mal um die Ecke. Wir treffen Musikschaffende hautnah, beleuchten aktuelle Strömungen und präsentieren Jubiläen.[mehr] ]]>