Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: Bundesweit
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Der Deutsche Kulturrat widmet seinen Newsletter der 19. Kalenderwoche dem Thema zivilgesellschaftliches Engagement als Grundlage der Demokratie. Geschäftsführer Olaf Zimmermann kritisiert dabei die politische Unterscheidung zwischen „gutem" ehrenamtlichem und „bösem" politischem Engagement als demokratiegefährdend. Die Mai-Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Politik & Kultur" greift das Schwerpunktthema „Was uns zusammenhält – Demokratie zwischen Vielfalt, Konflikt und Kompromissen" auf, ergänzt durch eine Veranstaltung zum Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt" am 21. Mai 2026 im Europäischen Haus in Berlin. Zudem warnen fast 70 Kulturinstitutionen aus Sachsen-Anhalt in einer gemeinsamen Erklärung vor der AfD-Kulturpolitik, die sie als Versuch bewerten, Kunst und Erinnerungskultur nationalistisch auszurichten. Rechtswissenschaftlerin Sophie Schönberger analysiert im „Text der Woche" die fehlende gesetzliche Absicherung der Kulturförderung und deren Anfälligkeit für politische Steuerung.
Bei den 72. Kurzfilmtagen in Oberhausen (28. April bis 3. Mai 2026) stand im Deutschen Wettbewerb die Auseinandersetzung mit der Echtheit von Bildern und Erinnerung im Mittelpunkt. Mehrere Beiträge nutzten Archivmaterial oder Familiengeschichten, um Bezüge zur Gegenwart herzustellen: Cana Bilir-Meiers „Ein neues Wort" beleuchtete anhand eines WDR-Preisausschreibens aus der Gastarbeiterära Ressentiments im Migrationsdiskurs, während Gregor Bartschs „Ein Meter Neunzig" den Streit um den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonskirche thematisierte. Shehab Fatoum erhielt für seinen Film „Catacombs", in dem er Flucht- und Rückkehrerfahrungen mit dem Mythos der Odyssee verknüpft, den 3sat-Nachwuchspreis. Ergänzt wurde das Programm durch Retrospektiven auf Werner Herzogs dokumentarische Kurzfilme sowie auf restaurierte Werke der Frankfurter Filmemacherin Ella Bergmann-Michel aus den frühen 1930er-Jahren.
Berlin, den 07.05.2026. Gestern Abend sprach Cécile Schortmann, kulturzeit mit Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, über die Bilanz von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der jetzt ein Jahr im Amt ist. „Der einzige Kulturkampf, den ich führen werde, ist der Kampf für die Kultur.“ Das hat Wolfram Weimer bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Kulturstaatsminister beim Deutschen […]
Die Deutsche Kinemathek eröffnet ihren neuen Standort im Berliner E-Werk mit der Ausstellung „Inventing Queer Cinema", die vom 7. Mai bis 13. September 2026 zu sehen ist. Kurator Björn Koll und sein Team präsentieren in der neun Meter hohen Maschinenhalle 246 ikonische Bilder sowie Zitate und Texte, die Persönlichkeiten des queeren Kinos von den Anfängen in der Weimarer Republik bis zur Gegenwart würdigen – darunter Marlene Dietrich, Billy Wilder, Ulrike Ottinger und Rosa von Praunheim. Ein eigener Ausstellungsstrang widmet sich der Darstellung queerer Themen im Fernsehen, ein weiterer dem Filmverleiher Manfred Salzgeber, der seit Mitte der 1980er-Jahre das queere Kino in Berlin maßgeblich geprägt hat. Ergänzt wird die Schau durch eine Medieninstallation mit Ausschnitten aus 96 Filmen sowie eine Filmreihe im Studiokino der Kinemathek.
Mindestens 18 Jahre alt und Besitzer "eleganter Abendgarderobe"? Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bei der Band Tokio Hotel für eine Rolle als Statist bewerben.
Kantig, ungeglättet, wahr: Der Film von Markus Schleinzer erzählt von einer Frau, die sich als Söldner verdingt und als Mann ausgibt.
Laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost" könnte der britische Popstar Harry Styles im Sommer 2027 fünf Konzerte auf dem Tempelhofer Feld in Berlin spielen. Weder seine Plattenfirma Sony noch der Flughafen Tempelhof als mögliche Spielstätte haben die Berichte bislang bestätigt. Auffällig ist, dass Deutschland auf Styles' aktueller Welttournee „Together, Together" mit 50 Konzerten in sieben Städten bisher vollständig fehlt. Zugleich verbrachte der Sänger in den vergangenen Jahren viel Zeit in Berlin, was sich laut Beobachtern auch in seinem im März 2026 erschienenen Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally" widerspiegele.
Der Artikel gibt einen Überblick über deutsche Musikfestivals der Saison 2026, die jeweils auf ein bestimmtes Genre spezialisiert sind. Im Bereich Metal und Rock sind unter anderem Rock am Ring/Rock im Park (5.–7. Juni), das Wacken Open Air (29. Juli–1. August) und das Summer Breeze (12.–15. August) geplant. Hip-Hop-Fans können das Splash! Festival in Ferropolis (2.–4. Juli) und das Heroes Festival in Geiselwind (19.–20. Juni) besuchen, während Reggae-Liebhaber zum Summerjam in Köln (3.–5. Juli) oder zum rückkehrenden Chiemsee Reggae Summer (26.–28. Juni) fahren können. Den Bereich Elektro und Techno decken Veranstaltungen wie das Fusion Festival in Lärz (24.–28. Juni), Nature One im Hunsrück (30. Juli–2. August), SonneMondSterne in Thüringen (7.–9. August) und Parookaville in Weeze (17.–19. Juli) ab.
Das Michael-Jackson-Biopic „Michael" von Regisseur Antoine Fuqua hat an seinem Eröffnungswochenende weltweit 217,4 Millionen US-Dollar eingespielt und damit den bisherigen Startrekord für Musik-Biopics von „Bohemian Rhapsody" (122 Mio. Dollar, 2018) gebrochen. In Nordamerika erzielte der Film 97 Millionen Dollar und überholte damit „Straight Outta Compton" als erfolgreichsten US-Start eines Musikerfilms. Bemerkenswert ist der Erfolg vor dem Hintergrund vernichtender Kritiken: Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes vergaben nur 38 Prozent der Kritiker positive Bewertungen, während 97 Prozent der Zuschauerwertungen positiv ausfallen. Kritiker warfen dem Film vor, Jacksons Image zu glätten und die ab 1993 erhobenen Kindesmissbrauchsvorwürfe auszublenden – der Film endet bereits 1988; eine vertragliche Klausel aus einem außergerichtlichen Vergleich soll die fiktionale Verarbeitung des Falls verhindert haben. Angesichts des Kassenerfolgs wird bereits ein zweiter Teil diskutiert, der die Missbrauchsvorwürfe thematisieren würde.