Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Außerhalb Bayerns
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Im poetischen ARD-Drama „Meeresleuchten“ von 2021 gibt Ulrich Tukur einen trauernden Vater, dessen Tochter bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Ein Film, der viele Erwartungen an einen solchen Stoff konterkariert - und ihn so zu einem recht ungewöhnlichen Erlebnis macht.
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Die Zoologin Lydia Möcklinghoff (45) stirbt bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien – Freunde, Fans und Kollegen trauern um die „Maus-Forscherin“ aus Köln.
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Das Rudolstadt-Festival 2026 zog knapp 90.000 Besucher an, mit Künstlern aus 40 Ländern und einem neuen Bühnenkonzept wegen Bauarbeiten. Den Weltmusikpreis „Ruth" erhielt Songschreiberin Dota Kehr für ihre Vertonungen von Mascha Kalékos Gedichten.
Die Sächsische Staatskapelle Dresden beendet die Saison unter Dirigentin Elim Chan mit einem märchenhaft-tänzerischen Programm, das Werke von Prokofjew, Dukas und Unsuk Chin umfasst, bei einer Auslastung von 95,6 Prozent.
ZooKultur Hoyerswerda sucht ab 1. Januar 2027 eine unbefristete Vollzeit-Leitung für die Musikschule Hoyerswerda; Bewerbungen sind bis 31. August 2026 per E-Mail einzureichen.
Nils Weinberg analysiert in Politik & Kultur, wie frei öffentlich geförderte Kunst ist, und argumentiert, dass Kunstfreiheit und Antisemitismusbekämpfung keinen grundsätzlichen Widerspruch bilden, öffentliche Kulturinstitutionen ihre verfassungsrechtlich gesicherte Kunstfreiheit jedoch kaum eingefordert haben.
Gabriel Kelly sagt seine für September 2026 geplante Solo-Tournee wegen zu geringer Ticketverkäufe ab. Einzig ein Konzert in Rostock am 19. September bleibt bestehen.
Brad Pitt setzte durch, dass eine Szene in „Once Upon A Time … In Hollywood" geändert wurde, in der sein Charakter Cliff Booth ursprünglich Bruce Lee klar besiegt hätte – ihm und Crewmitgliedern erschien das unrealistisch und respektlos.
Der Komponist Graham Fitkin radelt 4000 Kilometer durch Europa, nimmt Baumgeräusche auf und verarbeitet sie in seinem Projekt „Treeline" zu wechselnden Konzerten – mit Stationen in Düsseldorf und Köln.
Der Kommentar stellt den Boll-Film „Citizen Vigilante" und den Fall Ben Berndt als Beispiele staatlicher Medienkontrolle gegenüber und argumentiert, dass das Publikum solche Einschränkungen zunehmend ablehnt – analog zum bekannten Streisand-Effekt.
Theater Nordhausen und Loh-Orchester Sondershausen eröffnen die Schlossfestspiele mit einer aktualisierten Inszenierung von Carl Maria von Webers Singspiel „Abu Hassan", das Regisseur Matthias Kitter als Familienstück mit sozialkritischem Einschlag neu bearbeitet hat.
Stefan Pucher inszeniert Schillers „Die Räuber" am Schauspiel Stuttgart mit ergänzenden Texten von Thomas Melle, die Amalia zur kommentierenden Zeitzeugin machen und der Vorlage einen gesellschaftskritischen Gegenwartsbezug verleihen.
Der italienische Film „Tienimi Presente" von Regisseur Alberto Palmiero, der 2025 beim Rome Film Festival als bestes Debüt ausgezeichnet wurde, feiert beim Filmfest München 2026 seine internationale Premiere.
Das Schleswig-Holstein Musik Festival hat mit einem Konzert in Lübeck unter Dirigentin Karina Canellakis seine Eröffnung gefeiert. Bis 30. August werden 205 Konzerte an 120 Spielstätten geboten, mit einem Schwerpunkt auf schwedischer Musik.
Der Cellist Jan Vogler bleibt bis 2031 Intendant der Dresdner Musikfestspiele; seine neue fünfjährige Amtszeit beginnt am 31. Oktober 2026.
Christoph Ottos Debütfilm „Die Ballade von Mittwoch auf Donnerstag" begleitet in einer einzigen Nacht verschiedene Gespräche an Kölner Kneipen und Bars und wurde beim 43. FILMFEST MÜNCHEN 2026 mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet.
Stefan Pucher inszeniert Schillers „Die Räuber" am Schauspiel Stuttgart mit patriarchatskritischen Zusatztexten von Thomas Melle, wobei Amalia zur zentralen Gegenspielerin männlicher Gewalt wird – das Ensemble überzeugt, doch die dystopische Inszenierung bleibt zeitlich unverortbar.
Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit blicken Historiker und Journalisten kritisch auf strukturelle Schwächen der amerikanischen Demokratie, von rassistischen Ursprüngen bis zu monarchischen Präsidentenbefugnissen, die bereits Gründungsväter wie George Clinton als Gefahr zur Selbstzerstörung erkannten.
Die Bücherschau vom 4. Juli 2026 bündelt Rezensionen aus mehreren Medien, darunter hymnische FAZ-Kritiken zu Angelika Meiers „Feierabend eines Fauns" und August Kotzschs fotografischem Werk sowie Besprechungen zu Navid Kermani, Szczepan Twardoch und Sigrid Damm.
Markus Gollers Spielfilm „23 000 Leben" über die Seenotrettungsorganisation „Jugend Rettet" ist trotz starker Besetzung mit Corinna Harfouch, Ulrich Matthes und Franka Potente ein gefühliges Agitprop-Stück, das eine gesellschaftspolitisch bedeutsame Geschichte auf persönliche Bewährungsproben reduziert.
Torsten Welling, neuer Koordinator der Rundfunkkommission der Länder, fordert von den Öffentlich-Rechtlichen Strukturreformen statt Programmstreichungen und will klassische Medien weniger stark regulieren als bisher.
Philipp Preuss inszeniert am Theater an der Ruhr die Uraufführung von Thomas Köcks „Circus Oresteia", das den antiken Atridenmythos mit moderner Zivilisationskritik und Umweltzerstörung verknüpft – trotz zähem Beginn endet das Stück mit einem starken lyrischen Finale.