Pressespiegel
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„Pixelparty" ist ein vierteiliges Web-Magazin von ARD Kultur aus dem Jahr 2022, das die Welt der digitalen Kunst und des Metaverse erkundet. Moderiert wird die Reihe von der Designerin Laura Kampf und dem Autor Nilz Bokelberg, die in jeder Folge Kunstateliers besuchen und virtuelle Räume wie Decentraland, VRChat und Cryptovoxels bereisen. Die vier Episoden behandeln Themen wie Performance-Kunst in Virtual Reality, hybride Kunstformen zwischen analoger und digitaler Welt, KI-generierte Kunst sowie den NFT-Kunstmarkt. Begleitend liefert Animationsfilmkünstler Jon Frickey humorvolle Kurzfilme, in denen die Figur Farina Future den Techno-Utopien des Silicon Valley zu entkommen versucht. Die Sendereihe entstand nach einer Idee von Alain Bieber unter der Regie von Simon Ruschmeyer als Produktion von Rosy DX im Auftrag von ARD Kultur.
Die dreiteilige ARD-Dokumentarserie „Rebels" (2022) porträtiert Künstlerinnen und Künstler aus Musik, Comedy und Aktionskunst, die ihre Bekanntheit für politischen Protest nutzen. Zu den Protagonisten zählen unter anderem Rapper Disarstar, Komikerin Enissa Amani, das Indie-Pop-Trio Blond, Satiriker Nico Semsrott sowie das Zentrum für Politische Schönheit und das Peng Kollektiv. Die Serie beleuchtet ihr Engagement gegen Rassismus, Sexismus, Gentrifizierung und Armut – und zeigt, welche Konsequenzen sie dafür in Kauf nehmen, von Shitstorms bis zu strafrechtlichen Folgen. Regie führte Çağdaş Eren Yüksel; produziert wurde die Serie von Cocktailfilms für ARD Kultur in Zusammenarbeit mit mehreren ARD-Anstalten.
Die dreiteilige ARD-Kultur-Dokumentarserie (2022, je 30 Minuten) untersucht unter dem Leitfaden „Wem gehört die Stadt?" die Entwicklung von Urban Art in deutschen Städten – von ihren rebellischen Anfängen als Graffiti bis hin zur heutigen Institutionalisierung in Museen und auf dem Kunstmarkt. Im Mittelpunkt stehen Spannungsfelder wie Kommerzialisierung, Gentrifizierung und Feminismus, beleuchtet anhand von Projekten in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Osnabrück, Bayreuth und Wiesbaden. Porträtiert werden unter anderem das Berliner Künstlerkollektiv Innerfields, die Künstlerin Hera und der Künstler Case MaClaim. Ein konkreter Streitfall ist das Berlin Mural Fest 2021, das von der Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen gesponsert wurde und eine Debatte über erlaubte Kooperationen auslöste – Hera sagte ihre Teilnahme ab, die Initiatoren Dixons hingegen sahen darin kein Problem. Buch und Regie stammen von Ann-Catrin Malessa und Maria Miller; die Serie ist eine Produktion von Hyperbole Medien für ARD Kultur.
Das ARD-Kultur-Projekt „Wie Weimar wohnt" verbindet eine Fotoserie der Ostkreuz-Fotografin Ina Schoenenburg mit einer Dokumentation des Autors Hans-Michael Marten. Schoenenburg porträtierte elf Personen aus Weimar in ihren Wohnungen – von der Plattenbauwohnung über einen Wohntruck bis zur Gründerzeit-Villa – und macht damit verschiedene Lebensformen in der Kulturstadt sichtbar. Zu den Porträtierten zählen unter anderem der Musiker Martin Kohlstedt sowie weitere Weimarer Bewohnerinnen und Bewohner. Die großformatigen Fotografien werden seit Ende März bzw. April 2023 als Plakatwand-Ausstellung im öffentlichen Stadtraum Weimars gezeigt. Das Projekt entstand als Gewinner des ARD Kultur Creators Wettbewerbs 2022 in Zusammenarbeit mit der Klassik Stiftung Weimar und dem MDR.
„Irgendwas mit Medien" ist eine achtteilige Mockumentary-Serie, die 2023 im Auftrag des MDR und in Zusammenarbeit mit ARD Kultur produziert wurde. Im Mittelpunkt steht der 19-jährige Streber Lennart, der an der Bauhaus-Universität Weimar ein Medienstudium beginnt und dabei von einem selbstinszenierten Wunderkind zum überforderten Erstsemester wird – begleitet von einem fiktiven Filmteam. Die Serie lebt von absurd-komischen Situationen und gezieltem Fremdschamhumor rund um das Studien- und Erwachsenwerden. Hinter dem Projekt stehen die beiden Dreißigjährigen Mirko Muhshoff und Jano Kaltenbach, die Drehbuch, Regie und die beiden Hauptrollen übernahmen und dabei auf eigene Erfahrungen an der Bauhaus-Universität zurückgriffen. Der siebenjährige Entstehungsprozess wurde durch verschiedene mitteldeutsche Förderprogramme unterstützt; produziert wurde die Serie von UFA Serial Drama.
Der Podcast „Ach, nichts" der Performancekünstlerin Anne Pretzsch und der Journalistin Gina Enslin widmet sich dem Phänomen des Schweigens in zwischenmenschlichen Beziehungen. In sechs Folgen gehen die beiden Macherinnen der Frage nach, warum Menschen in Freundschaften, Familien und gegenüber Eltern oder Geschwistern Gefühle, Erwartungen und Wünsche oft unausgesprochen lassen. Dabei sprechen sie mit Autorinnen wie Miku Sophie Kühmel („Triskele"), Dilek Güngör („Vater und ich") und Anne Stern („Meine Freundin Lotte"), deren Romane das Thema literarisch aufgreifen. Der Podcast entstand als Gewinner des ARD Kultur Creators Ideenwettbewerbs und wurde unter mehr als 600 Einsendungen ausgewählt; produziert wurde er von stereotype media in Zusammenarbeit mit ARD Kultur und dem NDR.
Die vierteilige Dokumentationsreihe „Flaesh – Tattookultur in Deutschland" wurde 2023 von ARD Kultur und MDR Kultur produziert und beleuchtet Tattookunst und -kultur in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven. Die Reihe porträtiert Tätowiererinnen und Tätowierer wie Jen Tonic, Bastian Wurms, Henk Schiffmacher, Daniel Bluebird, Hanadi Chawaf, Yase Farbextase, Ela Pour, Toshihide und Katie Wolfe in ihren Studios in Berlin, Bremen, Hamburg, Lüneburg und Leipzig. Thematisch behandelt die Doku gesellschaftlich relevante Fragen wie kulturelle Aneignung, politische Aussagen auf dem Körper, die Rolle von Frauen und queeren Personen in der Szene sowie die Frage, ob Tätowieren als Kunstform anerkannt werden kann. Begleitet werden zudem Tattoo-Events in Jena und Frankfurt am Main. Buch und Regie stammen von Anne-Sophie Jakubetz und Marcus Fitsch, produziert wurde die Reihe von Yellow Table Media.
Die vierte Episoden umfassende Animationsserie „BÄM! – Die Geschichte des Comics" wurde 2023 von ARD Kultur produziert und beleuchtet die Entwicklung des Comics in Deutschland, den USA, Frankreich/Belgien und Japan. Die Serie verbindet dokumentarische Inhalte mit einer fiktiven Rahmenhandlung in einem Kurhotel für gescheiterte Comic-Figuren, in der eine Therapeutin Fragen über Realität und Fiktion nachgeht. Inhaltlich werden unter anderem die Ursprünge bekannter Figuren wie Superman, Asterix, Tim und Struppi sowie japanischer Manga-Reihen wie „One Piece" und „Dragon Ball" thematisiert. Als Sprecherinnen und Sprecher sind die deutschen Synchronstimmen bekannter internationaler Filmstars zu hören, darunter Bernd Egger (Arnold Schwarzenegger) und Santiago Ziesmer (Steve Buscemi). Buch und Recherche stammen von Philipp Zimmermann, Regie führte Markus Wentlandt; die Produktion übernahm die Firma Helium im Auftrag von ARD Kultur.
Die 76-minütige ARD-Dokumentation „Inside the Game – Cyberpunk 2077: Phantom Liberty" (2023, Regie: Mariska Lief und Agata Pietrzik) begleitet das polnische Entwicklerstudio CD Projekt Red beim Versuch, nach dem desaströsen Launch von „Cyberpunk 2077" im Jahr 2020 das Vertrauen der Spieler zurückzugewinnen. Der damalige Release des mit Spannung erwarteten Titels scheiterte an gravierenden technischen Mängeln, fehlenden Inhalten und Unspielbarkeit auf bestimmten Konsolen – der Aktienkurs stürzte ab, Mitarbeitende erhielten Morddrohungen. Ein ARD-Kamerateam durfte das Studio in Warschau, Berlin und Los Angeles begleiten und porträtiert unter anderem Quest Director Paweł Sasko, Studiochef Adam Badowski sowie weitere Entwickler bei ihrer Arbeit an der Erweiterung „Phantom Liberty" und dem kostenlosen „Cyberpunk 2077 2.0"-Update. Ergänzend kommen deutsche Gaming-Persönlichkeiten wie YouTuber FragNart, Influencerin Farbenfuchs und Journalisten von GameStar, Rocketbeans und Game Two zu Wort. Schauspieler Keanu Reeves und Hollywood-Star Idris Elba sind erneut als Darsteller in „Phantom Liberty" beteiligt.
„Galleripky – Fotografie mit Paul Ripke" ist eine vierteilige Doku-Serie von ARD Kultur aus dem Jahr 2023, in der der Fotograf und Social-Media-Creator Paul Ripke gemeinsam mit renommierten Fachfotografen verschiedene Genres der Fotografie erkundet. In jeder Folge begleitet er einen anderen Spezialisten – darunter Konzertfotograf Thomas Rabsch, Hochzeitsfotografin Laura Matzen, Naturfotografen des Kollektivs „German Roamers" sowie Straßenfotografen im Ruhrgebiet. Ziel ist es, das Handwerk und die Kunst der Fotografie neu zu entdecken und die besten entstandenen Bilder in seiner eigenen Galerie, der „Galleripky", zu präsentieren. Ripke, bekannt durch seinen Bildband „One Night in Rio" über die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 2014, agierte zuletzt verstärkt als Influencer mit rund einer Million Instagram-Followern. Die Serie ist eine Produktion von i&u TV im Auftrag von ARD Kultur, mit je 25 Minuten pro Folge.
ARD Kultur hat zum 30. Jahrestag des Sendestarts eine dreiteilige Dokumentation über den deutschen Musiksender VIVA produziert. VIVA ging am 1. Dezember 1993 auf Sendung und bot dem internationalen Konkurrenten MTV in den 1990er-Jahren erfolgreich Paroli. Die Doku beleuchtet Aufstieg, Erfolg und Niedergang des Senders und greift dabei auch Themen wie Diversität, die Mechanismen der Musikindustrie sowie den Einfluss von Ereignissen wie 9/11 und Napster auf. Als Hosts fungieren die ehemaligen VIVA-Moderatoren Nilz Bokelberg, Markus Kavka und Collien Ulmen-Fernandes; zudem kommen weitere bekannte Ex-Moderatoren wie Mola Adebisi, Oliver Pocher und Klaas Heufer-Umlauf sowie Künstler der VIVA-Ära zu Wort. Die Produktion stammt von Florida Factual im Auftrag von ARD Kultur unter der Regie von Thorsten Berrar.
„BOOM – Eine Band, 1.000 Probleme" ist ein 54-minütiges Dramedy-Kammerspiel von ARD Kultur (2024), das die fiktive Girlband BOOM kurz vor der Präsentation ihres neuen Albums in den Mittelpunkt stellt. Als Bandmitglied Izzy verschwunden ist, soll eine KI-Box als Merchandise-Artikel einspringen – die jedoch brisante Geheimnisse der Band enthüllt und den Konflikt eskalieren lässt. Für das Projekt wurde ein Sprachassistent entwickelt, der am Set eigenständig mit den Schauspielerinnen Via Jikeli, Lea Drinda, Sira-Anna Faal und Alicia von Rittberg improvisierte, ohne dass Darstellerinnen oder Regisseurin Hanna Seidel die Reaktionen vorhersehen konnten. Dies markiert nach Angaben der Produktion das erste Mal, dass eine KI als gleichberechtigtes Ensemble-Mitglied agiert. Auch Collien Ulmen-Fernandes, Gülcan Kamps und Eko Fresh sind in dem Film zu sehen.
ARD Kultur veröffentlicht anlässlich der Deutschland-Tour von Billie Eilish im Mai 2025 einen mehrteiligen Podcast mit dem Titel „Die Billie Eilish Story". Hosts sind die deutsche Sängerin LEA und die Popkultur-Expertin Gizem Celik, die wöchentlich verschiedene Facetten der amerikanischen Künstlerin beleuchten. Die sechs Folgen behandeln Themen wie Eilishs künstlerische Anfänge, ihre Zusammenarbeit mit Bruder Finneas, ihre Queerness und Identität sowie ihre Offenheit über mentale Gesundheit. Der Podcast ist eine Produktion von FLOW media company für ARD Kultur, Bayern 2 Zündfunk und Bremen Vier.
Der fünfteilige Podcast von MDR und ARD Kultur erzählt die Geschichte von kino.to, Deutschlands erstem illegalen Streamingdienst, den der Leipziger Handwerker Dirk B. im Jahr 2008 gründete. Die Plattform etablierte das Streaming-Prinzip in Deutschland und prägte eine ganze Generation von Nutzern, bevor sie im Juni 2011 durch eine Razzia des SEK abgeschaltet wurde. Investigativjournalistin Maxie Römhild recherchiert den Aufstieg und Fall der Seite, befragt ehemalige Mitglieder des inneren Kreises und überprüft kritisch die Selbstdarstellung von Gründer Dirk B. in einer mutmaßlich selbstverlegten Biografie. Schauspieler Tom Wlaschiha gibt dabei den Passagen aus dem Buch eine Stimme. Der Podcast behandelt neben der Kriminalgeschichte auch grundlegende Fragen zur Medienkultur, zur Vergütung von Urhebern im Netz und zum anhaltenden Phänomen des illegalen Streamings, das 2023 weltweit über 133 Milliarden Abrufe verzeichnete.
„Szene Report" ist eine Mockumentary-Serie von ARD Kultur, die sich humorvoll mit Jugend-Subkulturen der letzten 30 Jahre beschäftigt und dabei den Stil von Kult-Dokumentationen der 90er- und 2000er-Jahre imitiert. Die Serie umfasst drei Staffeln (2022–2024) mit je zwei bis drei Folgen à 20 Minuten und behandelt unter anderem die Emo-Subkultur, LAN-Partys, Skatepunk, Techno-Raver, den Indie-Hype der Nullerjahre sowie die Hamburger Hip-Hop-Szene. Regie führt in allen Staffeln Hannes Rademacher, der die Drehbücher gemeinsam mit Maximilian zur Jacobsmühlen verfasste. Zu den Darstellerinnen und Darstellern zählen bekannte Gesichter wie der Satiriker Sebastian Hotz (El Hotzo), Björn Beton Warns von Fettes Brot, Moderatorin Marie Lina Smyrek, Schriftsteller und Schauspieler Rocko Schamoni sowie Rapper wie AFROB und DAS BO. Produziert wurde die Serie von „sendefähig" im Auftrag von ARD Kultur.
Der ARD-Kultur-Konzertfilm (2022, 70 Min.) begleitet die amerikanische Sängerin, Geigerin und Komponistin Caroline Shaw sowie das New Yorker Ensemble Sō Percussion während ihres Aufenthalts in Deutschland. Im Mittelpunkt steht ein Live-Konzert in der Erfurter Zentralheize, bei dem Shaw und das Ensemble ihr gemeinsames Album vorstellen; ergänzt wird es durch Videoinstallationen der Künstlerin A-li-ce. Probenaufnahmen und Interviews geben Einblick in Shaws musikalische Bandbreite, die von Pop und Klassik bis zur Avantgarde reicht und Kollaborationen mit Kanye West, Renée Fleming sowie Arbeiten für Film, Theater und Computerspiele umfasst. Shaw gewann als jüngste Preisträgerin überhaupt den Pulitzer-Preis für Musik und ist dreifache Grammy-Preisträgerin. Regie führte Tilo Krause; der Film ist eine Produktion von Armida Film für ARD Kultur.
„For The Drama" ist eine dreiteilige ARD-Kultur-Serie aus dem Jahr 2024, die als „Real-Life-Fiction" ein fiktionales Beziehungsdrama mit dokumentarischen Aufnahmen aus dem Opernbetrieb verbindet. Im Mittelpunkt stehen Rosa (Marie Nasemann) und Gabriel (Eidin Jalali), die als Zweitbesetzung der „Fledermaus"-Operette an der Bayerischen Staatsoper arbeiten und sich mitten in den Proben trennen – während Rosa feststellt, dass sie schwanger ist. Gedreht wurde die Serie während Barrie Koskys Neuinszenierung der „Fledermaus" in München; Kosky sowie Opernstars wie Diana Damrau und Georg Nigl treten in Cameo-Rollen auf. Die Serie greift inhaltlich die Motive der Strauß-Operette auf – Verrat, Rache und enttäuschte Liebe – und entstand durch eine Mischung aus Skript und Improvisation. Beim Film Fest International London wurde „For The Drama" mit zwei Preisen ausgezeichnet, für den besten Schnitt und den herausragenden Schauspieler jeweils in der Kategorie fremdsprachiger Film.
Die 61-minütige NDR/ARD-Kultur-Dokumentation „Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs" (2026) begleitet drei ehemalige Kinderschauspieler: Nick Romeo Reimann („Die Wilden Kerle"), Luna Jordan und Constantin von Jascheroff („Rennschwein Rudi Rüssel"). Der Film beleuchtet, wie Ruhm, Leistungsdruck und die Verwischung von Rolle und Persönlichkeit Spuren im Leben der Betroffenen hinterlassen haben. Reimann etwa absolvierte seit 2019 65 erfolglose Castings, bevor er erneut für einen Kinofilm besetzt wurde; von Jascheroff berichtete von bis zu zwölf Stunden langen Drehtagen als Kind. Autorinnen des Films sind Kira Gantner, Zita Zengerling und Betül Sarikaya; es handelt sich um eine Koproduktion von NDR und ARD Kultur.
Die Dokumentation „Die Hamburger Schule – eine Musikszene zwischen Pop und Politik" von NDR und ARD Kultur (2024) zeichnet die Geschichte der gleichnamigen deutschen Musikbewegung nach, die sich Ende der 1980er- und in den 1990er-Jahren im Hamburger Schanzenviertel und auf St. Pauli entwickelte. Zu den prägenden Bands gehörten Tocotronic, Blumfeld, Die Sterne, Die Goldenen Zitronen und Die Braut haut ins Auge, die deutschsprachige, intellektuell-ironische Texte mit Indie-Rock und Punk verbanden. Autorin Natascha Geier, selbst damals Teil der Szene, beleuchtet die Anfänge, den kommerziellen Aufstieg sowie Debatten über den Spagat zwischen politischem Anspruch und Erfolg. Thematisiert wird auch die Rolle von Frauen in der Szene sowie der Einfluss der Hamburger Schule auf Kunst, Theater und Popliteratur. Zu Wort kommen unter anderem Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Frank Spilker (Die Sterne), Bernadette la Hengst und Christiane Rösinger.
„Call me DJ!" ist eine fünfteilige Dokumentarserie von ARD Kultur aus dem Jahr 2022, die die elektronische Musikszene aus weiblicher Perspektive beleuchtet. Regie führte Rosanna Grüter; als Protagonistinnen treten unter anderem Bebetta, Magdalena, Joyce Muniz, Rebekah und Electric Indigo auf. Die Serie beleuchtet verschiedene Aspekte des DJ-Lebens: den oft glamourös wirkenden, tatsächlich aber von Schlafmangel und Diskriminierung geprägten Toralltag, kreative Prozesse, den Gender-Pay-Gap im Musikbusiness sowie die Vereinbarkeit des Berufs mit Privatleben und Familie. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem politischen Engagement weiblicher DJs, die Netzwerke gründen, Nachwuchs fördern und gegen sexuelle Gewalt im Clubumfeld eintreten. Die Dreharbeiten fanden in Deutschland, Österreich und Frankreich statt; produziert wurde die Serie von Load Studios für ARD Kultur.
„A Glamorous Takeover" ist eine dreiteilige ARD-Kultur- und NDR-Produktion aus dem Jahr 2022, in der Host Tarik Tesfu Persönlichkeiten aus queeren Subkulturen porträtiert, die zunehmend den Mainstream prägen. Zu den Porträtierten gehören die Drag-Artistin Hungry, die im bayerischen Bad Füssing aufwuchs und ihr Alter Ego als künstlerisches Ausdrucksmittel entwickelte, sowie der Maler Oska Gutheil, der queere Identität in theatralisch-intensiven Bildern verarbeitet. Außerdem beleuchtet die Sendung die wachsende Ballroom-Kultur in Deutschland. Tarik Tesfu, der 2015 mit seinem Youtube-Kanal „Tariks Genderkrise" bekannt wurde, führt als Host und Style-Ikone durch die Reihe; Regie führte Tristan Ferland Milewski.
„Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz" ist ein Podcast von ARD Kultur, der seit 2024 in bislang drei Staffeln á sechs Folgen erscheint. Die Hosts sind die Musikerin Jennifer Weist (bekannt als Frontfrau von „Jennifer Rostock") und der Musikjournalist sowie Ex-VIVA/MTV-Moderator Markus Kavka. Das Format beleuchtet prominent besetzte Musikstreitigkeiten aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten – von Tupac vs. Biggie über Oasis vs. Blur bis hin zu deutschen Fällen wie Dieter Bohlen vs. Thomas Anders oder Sido vs. Bushido. Jeder Beef wird dabei auf eine übergeordnete Ebene gehoben: Es geht um Machtstrukturen im Musikgeschäft, die Rolle von Medien und Produzenten sowie um juristische und finanzielle Konflikte. Die Produktion stammt von Kugel und Niere im Auftrag von ARD Kultur.
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